Kantone mit den höchsten Prämien
Die Prämien variieren erheblich zwischen den Kantonen. Die teuersten Kantone in der Schweiz sind traditionell die urbanen und grenznahen Gebiete mit hoher Spitaldichte und überdurchschnittlicher Inanspruchnahme medizinischer Leistungen. Hier lohnt sich der Kassenwechsel besonders, da die absoluten Prämienunterschiede am grössten sind.
| Kanton |
Durchschnittliche Monatsprämie 2026 |
Sparpotenzial |
| Basel-Stadt (BS) | CHF 520–640 | bis CHF 280/Mt. |
| Genf (GE) | CHF 510–620 | bis CHF 260/Mt. |
| Zürich (ZH) | CHF 450–560 | bis CHF 240/Mt. |
| Basel-Landschaft (BL) | CHF 440–540 | bis CHF 220/Mt. |
| Waadt (VD) | CHF 440–530 | bis CHF 210/Mt. |
| Neuenburg (NE) | CHF 430–520 | bis CHF 200/Mt. |
| Tessin (TI) | CHF 420–510 | bis CHF 190/Mt. |
Angaben: Erwachsene, Standardmodell, CHF 300 Franchise. Quelle: BAG Prämienübersicht 2026. Genaue Werte variieren nach Gemeinde und Prämienregion.
Kantone mit den tiefsten Prämien
Die günstigsten Prämien finden sich in ländlichen Kantonen der Zentral- und Ostschweiz. Hier sind die Gesundheitskosten tiefer, die Spitaldichte geringer und die Inanspruchnahme medizinischer Leistungen moderater. Auch hier lohnt sich der Vergleich — denn selbst bei tieferen Prämien gibt es Unterschiede von CHF 50 bis CHF 150 pro Monat zwischen den Kassen.
| Kanton |
Durchschnittliche Monatsprämie 2026 |
Sparpotenzial |
| Appenzell I.Rh. (AI) | CHF 290–380 | bis CHF 140/Mt. |
| Uri (UR) | CHF 300–390 | bis CHF 130/Mt. |
| Nidwalden (NW) | CHF 310–400 | bis CHF 140/Mt. |
| Obwalden (OW) | CHF 310–400 | bis CHF 130/Mt. |
| Zug (ZG) | CHF 320–410 | bis CHF 150/Mt. |
| Glarus (GL) | CHF 330–420 | bis CHF 140/Mt. |
Prämienregionen innerhalb der Kantone
Innerhalb eines Kantons gibt es bis zu drei Prämienregionen. Die Einteilung folgt den Gesundheitskosten der jeweiligen Gemeinden. Städtische Gebiete liegen meist in der teuersten Region, ländliche in der günstigsten. Beispiel Kanton Bern: Die Stadt Bern (Region 1) hat höhere Prämien als das Emmental (Region 3). Achten Sie beim Vergleich darauf, Ihre exakte Wohngemeinde einzugeben — nicht nur den Kanton.
Kantonale Prämienverbilligung (IPV)
Jeder Kanton gewährt individuelle Prämienverbilligungen (IPV) für Versicherte mit bescheidenem Einkommen. Die Höhe und die Anspruchsvoraussetzungen variieren stark: In manchen Kantonen erhalten Familien mit einem Haushaltseinkommen bis CHF 80'000 eine Unterstützung, in anderen liegt die Grenze deutlich tiefer. Die IPV ist unabhängig vom Kassenwechsel — Sie behalten Ihren Anspruch auch bei der neuen Kasse. Informieren Sie sich bei Ihrer Wohngemeinde oder der kantonalen Ausgleichskasse.
Regionale Besonderheiten
Deutschschweiz (Aargau, Bern, Luzern, Zürich, St. Gallen u.a.)
In der Deutschschweiz ist die Auswahl an Krankenkassen am grössten. Viele Kassen bieten hier sämtliche Versicherungsmodelle an — HMO, Hausarzt, Telmed und Standard. Besonders in den Kantonen Zürich, Bern und Luzern ist der Wettbewerb zwischen den Versicherern intensiv, was zu attraktiven Prämien führt. Nutzen Sie diesen Wettbewerb durch einen regelmässigen Vergleich.
Romandie (Genf, Waadt, Neuenburg, Freiburg, Wallis, Jura)
Die französischsprachige Schweiz weist im Durchschnitt höhere Prämien auf als die Deutschschweiz. Gleichzeitig ist hier das Sparpotenzial durch einen Wechsel überdurchschnittlich gross. Beachten Sie, dass einige kleinere Kassen in der Romandie nicht tätig sind — prüfen Sie die Verfügbarkeit für Ihre Gemeinde.
Tessin
Das Tessin gehört zu den teuersten Prämienregionen der Schweiz. Die Gründe liegen in der hohen Dichte an Spezialärzten und der grenznahen Gesundheitsversorgung. Durch einen Kassenwechsel können Tessiner Versicherte besonders stark profitieren. Beachten Sie, dass nicht alle Deutschschweizer Kassen im Tessin aktiv sind.
Zentralschweiz (Luzern, Schwyz, Zug, Uri, Nidwalden, Obwalden)
Die Zentralschweiz profitiert von moderaten Gesundheitskosten und vergleichsweise tiefen Prämien. Dennoch: Auch hier gibt es Unterschiede von über CHF 100 pro Monat zwischen der teuersten und der günstigsten Kasse. Ein Vergleich lohnt sich auch in günstigen Kantonen.