Vorher/Nachher-Vergleich — So viel sparen Sie beim Kassenwechsel
Zahlen sagen mehr als Worte. Auf dieser Seite zeigen wir Ihnen anhand konkreter Beispiele, wie viel Schweizer Versicherte durch einen Kassenwechsel tatsächlich einsparen können. Alle Beispiele basieren auf realen Prämiendaten des BAG und gelten für typische Versicherungssituationen in verschiedenen Kantonen.
Beispiel 1: Einzelperson in Zürich
Vorher (ohne Wechsel)
- Versicherer: Teure Kasse A
- Modell: Standard
- Franchise: CHF 300
- Monatliche Prämie: CHF 548
- Jahreskosten: CHF 6'576
Nachher (nach Wechsel)
- Versicherer: Günstigere Kasse B
- Modell: Hausarzt
- Franchise: CHF 2'500
- Monatliche Prämie: CHF 312
- Jahreskosten: CHF 3'744
Ersparnis: CHF 2'832 pro Jahr — bei identischen KVG-Leistungen
Beispiel 2: Familie mit 2 Kindern in Basel-Stadt
Vorher (ohne Wechsel)
- 2 Erwachsene: je CHF 620/Mt. (Standard, CHF 300 Franchise)
- 2 Kinder: je CHF 148/Mt.
- Monatliche Gesamtprämie: CHF 1'536
- Jahreskosten: CHF 18'432
Nachher (nach Wechsel)
- 2 Erwachsene: je CHF 395/Mt. (Telmed, CHF 2'500 Franchise)
- 2 Kinder: je CHF 95/Mt. (günstigster Anbieter)
- Monatliche Gesamtprämie: CHF 980
- Jahreskosten: CHF 11'760
Ersparnis: CHF 6'672 pro Jahr — für die ganze Familie
Beispiel 3: Senior in Luzern
Vorher
- Versicherer: Bisherige Kasse seit 20 Jahren
- Modell: Standard
- Franchise: CHF 300
- Monatliche Prämie: CHF 485
Nachher
- Versicherer: Günstigere Kasse mit Hausarztmodell
- Modell: Hausarzt
- Franchise: CHF 300 (beibehalten wegen regelmässiger Arztbesuche)
- Monatliche Prämie: CHF 375
Ersparnis: CHF 1'320 pro Jahr — allein durch Kassen- und Modellwechsel
Die drei Hebel für maximale Ersparnis
Das Sparpotenzial beim Krankenkassenwechsel setzt sich aus drei Komponenten zusammen. Wer alle drei optimiert, erzielt die grösste Wirkung:
- Versichererwechsel: Der einfachste Hebel. Bei gleichem Modell und gleicher Franchise können Sie durch den Wechsel zum günstigsten Anbieter in Ihrer Region CHF 50 bis CHF 200 pro Monat sparen.
- Modellwechsel: Der Wechsel vom Standardmodell zu HMO, Hausarzt oder Telmed bringt typischerweise 10 bis 25 Prozent Prämienreduktion — bei identischen KVG-Leistungen.
- Franchise-Optimierung: Der Wechsel von CHF 300 auf CHF 2'500 Franchise senkt die monatliche Prämie um CHF 80 bis CHF 180. Dieser Hebel eignet sich für gesunde Personen mit tiefen jährlichen Gesundheitskosten.
Wann lohnt sich welche Franchise?
| Jährliche Gesundheitskosten | Optimale Franchise | Begründung |
|---|---|---|
| Unter CHF 500 | CHF 2'500 | Sie zahlen alles selbst, sparen aber am meisten Prämie |
| CHF 500–1'500 | CHF 1'500–2'000 | Gutes Verhältnis zwischen Eigenrisiko und Prämienersparnis |
| CHF 1'500–3'000 | CHF 500–1'000 | Moderate Kosten, moderate Prämie |
| Über CHF 3'000 | CHF 300 | Tiefste Franchise deckt den grössten Teil Ihrer Kosten ab |
Beachten Sie: Neben der Franchise fällt der Selbstbehalt von 10 Prozent an (bis maximal CHF 700 pro Jahr). Die Gesamtbelastung im schlechtesten Fall beträgt bei CHF 2'500 Franchise also maximal CHF 3'200 pro Jahr (Franchise + Selbstbehalt).